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27.05.19 
 
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05.07.18 - Ausbildungstag: eine - in allen Belangen - heiße Angelegenheit

Am Samstag, den 30.06.2018 trafen sich morgens um 08:00 Uhr 11 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hausen zum zweiten Ausbildungstag.

Sinn dieses Ausbildungstages war ein fokussiertes Üben unterschiedlichster Szenarien und ein zeitgleiches Try-and-Error-Spiel nach dem Motto „Wie weit kommen wir mit dem was wir haben?“

Insgesamt standen 3 Übungsszenarien auf dem Ausbildungsplan.

Zu Beginn fand eine kleine Übung zum „warm werden“ im FRTC auf der Wache 1 statt. Hier wurde ein kleiner Brand in einem S1-Labor (Labor mit leichten Gefahrstoffen, beispielsweise ein Chemieraum in der Schule) simuliert.
Neben der Brandbekämpfung stand hier die Rettung von Menschenleben im Vordergrund. Denn neben einer im Labor vermissten Person mussten zeitgleich ein Jugendlicher und eine weitere Person gerettet werden, welche sich in einer Nachbarwohnung aufhielten.
Vielen Dank an die beiden Verletztendarsteller – habt ihr echt gut gemacht!!!

Im Anschluss an die Übung erfolgte die „Manöverkritik“ und unsere unabhängigen Beobachter von der FF-Praunheim – an dieser Stelle ein dickes Danke an die beiden Nachbarkameraden – wiesen uns mit geschultem Auge auf die ein oder andere Verbesserung hin, waren aber im Großen und Ganzen zufrieden und konnten sich auch ein bisschen was bei uns abgucken.

Im Anschluss ging es wieder zurück zur Unterkunft und man wartete auf den nächsten Alarm. Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten und man konnte den Kameraden die Ratlosigkeit im Gesicht ablesen bei dem genannten Einsatzstichwort: „H 2 PAbst - Person in Grube“. Man ließ sich also überraschen.

Angenommen wurde, dass eine Person bei der Gartenarbeit in einen etwa 5m tiefen Schacht gefallen ist und seit dem Sturz unterhalb der Hüfte kein Gefühl mehr hat. Entsprechend musste eine sogenannten „patientengerechte Rettung“ vollzogen werden.

Nur womit und wie?

Normalerweise ist für solche Fälle die Berufsfeuerwehr mit ihrer Höhenrettungseinheit bestens ausgebildet und ausgestattet. Aber Not macht erfinderisch und so wurde mittels der Steckleiter eine Leiterbrücke gebaut um an dieser das sogenannte „Spineboard“ (eine starre Rettungstrage zur Rettung von Patienten mit Verletzungen im Rückenbereich) zum Patienten herabzulassen. Nachdem der Patient schonend eingebunden wurde, konnten die Kameraden diesen aus seiner Lage befreien und an den Rettungsdienst übergeben.
Man war erstaunt, dass man mithilfe der begrenzten Mittel, die man hat, ein solches Unterfangen recht professionell lösen konnte. Ziel erreicht!

Es folgte eine längere Pause, was durchaus der rasant zunehmenden Hitze geschuldet war und die Kameraden zogen sich in den Schatten zurück. Eine gute Entscheidung angesichts dem, was da noch zum Schluss auf die Kameraden wartete.

Die dritte und letzte Übung führte die Hausener Wehr auf den ehemaligen Flugplatz in Eschborn.
Dort warteten die Kameraden aus Sulzbach mit einem „kleinen“ Feuerchen auf. Wobei klein nur die Ausmaße des Brandraumes umschreibt… Über die wahre Dimension breiten wir den Mantel des Schweigens, aber sagen wir so viel… es war nicht zu übersehen ;-)
Hier machte es sich bemerkbar, dass man, neben dem Fakt, dass man als Stadtteilwehr wenige Berührungspunkte mit richtigem Feuer hat, auch bereits durch die Hitze stark geschwächt war.

Man erfüllte zwar die gesteckten Ziele:

  • das Feuer war schnell unter Kontrolle gebracht
  • die vermissten Personen wurden schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht
  • kein Kamerad verletzte sich
Aber dennoch zeigten sich einige Schwachstellen innerhalb der Ausbildung bzw. der Routine, an denen man sicher noch das eine oder andere verbessern kann und muss.

Müde und erschöpft, aber mit dem Wissen, dass man doch alles hinbekommen hat, was einem heute abverlangt wurde, kehrten die Kameraden heim, wo bereits der Grill angefeuert wurde und warme Speisen und kalte Getränke auf sie wartete. Der anstrengende Ausbildungstag mündete nahtlos in eine gesellige Runde von aktiven Kameraden, deren Angehörige sowie passiven Kameraden und Freunden der Wehr.

Den Organisatoren an dieser Stelle ein dickes Danke für die geleistete Arbeit. Es war ein rundum gelungener Tag und wir freuen uns schon auf den nächsten Ausbildungstag im nächsten Jahr!

 
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